Fangen Sie den König der Fische!

Auf fast allen dänischen Inseln kommt es vor, dass hin und wieder Lachse gefangen werden. Doch wenn es eine echte Lachsinsel gibt, dann ist es Bornholm!

Die Insel gehört zu einem der besten Atlantiklachs-Revieren der Welt, Lachse um die 10 Kilogramm sind hier fast normal, Exemplare bis an die 20 Kilogramm sind möglich.

„Mal eben schnell einen Lachs fangen“, dass ist aber auch auf Bornholm nicht möglich! Ohne Ortskenntnis und ein gut ausgestattetes Trollingboot wird es ein langer, harter Weg zum Lachs. Hat man jedoch einen Bootsführer und ein vernünftiges Boot, dann steht dem Traum vom „König aller Fische“ nichts mehr im Weg! Wenn Sie nach Bornholm fahren, dann stehen die Chancen sehr gut, dass Sie Ihren Traumfisch fangen, denn Sie können Boote mit professionellen Guides chartern.

Fisch am Haken

Tipp: Lassen Sie sich vom Skipper den Umgang mit der Multirolle erklären, wenn Sie mit diesem Gerät nicht vertraut sind! Im Drill geht es heiß her und Fehler verzeiht ein Lachs nur selten.


Damit Sie wissen, was Sie erwartet: Die Lachse werden beim Schleppen (Trolling) gefangen. Bei dieser Art des Schleppangelns wird rund 4 km/h gefahren, werden mehrere Ruten eingesetzt und die Köder (meist dünnblechige Blinker) werden mit Gewichten an Downriggern in die Tiefe geschickt. Der Bootsführer kennt Stellen, an denen sich Heringe und Sprotten versammeln und wo die sind, da sind auch die Lachse.

Echolot, Kartenplotter und GPS helfen, die besten Stellen zu finden und effektiv zu befischen. Meist werden die Lachse in tieferem Wasser (50 Meter und mehr) gesucht und gefangen, eines der Hauptfanggebiete liegt beispielsweise zwischen Christiansø und Bornholm.

Sobald die ersten großen „Sicheln“ auf dem Bildschirm des Echolots auftauchen, steigt die Spannung an Bord, denn dies sind die Zeichen, dass sich große Fische unter dem Boot befinden!

Lachse können Sie von einem Trollingboot praktisch das ganze Jahr lang fangen, die beste Zeit ist das kühlere Halbjahr, also die Monate November, Dezember, Januar, Februar, März und April.

Ausrüstung brauchen Sie nicht mitzubringen, die Boote sind mit Gerät und Ködern bestens ausgestattet.

Checkliste Spinnfischen
  • 3 bis 3,30 m lange Spinnrute, Wurfgewicht 20 bis 40 Gramm, vom Boot 30 bis 60 Gramm.
  • Rolle: 3000 oder 4000er Größe.
  • Schnur: 0,28er Monofil oder 0,14er Geflochtene.
  • Wirbel: Sövik-Wirbel („Norwegenwirbel“).
  • Köder: Blinker, Küstenwobbler (20 bis 28 Gramm).
  • Farben: Rot, Orange, Gelb, gerne mit Schwarz als Kontrast. Nachts fangen schwarze Köder, wenn Dorsche Sandaale jagen, ist die Kombination Grün/Silber perfekt.

  • Weitere Ausrüstung:
    Wathose, Watjacke, Polbrille, Cap, Watkescher.
Checkliste Brandungsangeln
  • Rute: Lange Grundruten (um 4 m), Wurfgewicht 100 bis 150 Gramm.

  • Rollen: 5.000er (oder größer) mit 0,35er Hauptschnur und 0,45 bis 0,55 Schlagschnur.

  • Grundbleie: 80 bis 150 Gramm.

  • Haken: Brandungssysteme mit Lockperlen (orange oder gelb) und zwei Haken, einer oberhalb, einer unterhalb des Bleis. Hakengröße 1 bis 2/0.

  • Köder: Watt- oder Seeringelwurm, Tauwurm.

  • Weitere Ausrüstung:
    solider Rutenhalter (Dreibein), Lösezange, Messer, Eimer, Ersatzvorfächer.
Checkliste Pilkfischen
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    2,70 bis 3,30 m lange Spinnrute, Wurfgewicht 70 bis 100 Gramm.

  • Rolle: 4000er oder größer.

  • Schnur: 0,38er Monofil oder 0,20er Geflochtene.

  • Wirbel: Sövik-Wirbel („Norwegenwirbel“).

  • Köder: Pilker in den Farben Rot, Orange, Gelb (Gold), gerne mit Schwarz als Kontrast. Grün/Silber oder Blau/Silber fangen ebenfalls gut.

  • Beifänger: Twister (schwarz, rot, orange, japanrot) auf soliden Einzelhaken (Gr. 2/0) am 0,50er Vorfach.

     

  • Weitere Ausrüstung:
    Lösezange, Messer, Fischkiste, Ersatzvorfächer.