Dorsch, Plattfisch, Hornhecht, Meerforelle - hier ist alles möglich!

Die dänischen Inseln sind ein Paradies für Küstenangler! Dicke Dorsche und leckere Plattfische, flinke Hornhechte und silberne Meerforellen sind an den Küsten fast überall zu finden, denn die nahrungsreichen Flachwassergebiete um die Inseln bieten den Fischen das ganze Jahr lang einen reich gedeckten Tisch -Garnelen, Sandaale, Grundeln, Seeringelwürmer, Flohkrebse und andere Futtertiere gibt es hier in Hülle und Fülle.

Gute Stellen für sind Bereiche mit sogenanntem „Leopardengrund“ (Seegrasfelder, die von Sandflächen durchzogen sind), Steilküsten und Landspitzen. Außerdem sind tiefere Rinnen, Muschelbänke oder kleine Riffe äußerst interessant, ohne Erfahrung sind diese aber schwer zu finden. Meerforellen und Hornhechte fangen Sie in der Regel auf dem "Leopardengrund", Dorsche mögen eher tieferes Wasser und werden daher meist an den Steilküsten und über Muschelbänken gefangen. Plattfische hingegen mögen sandigen Boden, jagen aber auch gerne über Muschelbänken. Der Plattfischbestand ist extrem gut, mit einer Grundrute, einer einfachen Grundbleimontage und Naturköder (Wurm oder Fischstückchen) fangen selbst Anfänger ihre Fische.

Tipp: Gute Stellen sind zum Beispiel Molen, die ins Meer ragen. Hier können Sie auch mit kurzen Würfen tiefes Wasser erreichen.


Viele Angler befischen Dorsch und Plattfisch vom Ufer aus mit langen Brandungsruten, mit denen sie 100 bis 200 Gramm schwere Grundbleie weit hinaus werfen, um tiefes Wasser zu erreichen. Wattwurm und Seeringelwurm in Verbindung mit kleinen Lockperlen in den Farben Orange und Gelb sind dabei die beliebesten Köder.

In der kalten Jahreszeit, also von Oktober bis März, fischen viele Brandungsangler auch tagsüber erfolgreich auf Dorsch und Plattfisch, während sich in den warmen Monaten die Fischerei mehr und mehr in die Dunkelheit verschiebt.

Watfischen mit der Spinn- und Fliegenrute

Generell sind die Tagesrandstunden, also morgens und abends, gut. Die Dänen nennen diese Zeit „die goldene Stunde“ – und das aus gutem Grund!

Im Winter und im Frühjahr können Sie zudem am Nachmittag, wenn sich das Wasser durch die Sonne etwas erwärmt hat, erfolgreich auf Meerforellen und auch Dorsch fischen.

Tipp: Im Winter und im zeitigen Frühjahr suchen Meerforellen gerne geschützte Buchten mit weichem Boden auf. Die Insel Als bietet auf der Westseite, die Küste Langelands nördlich von Ristinge eine ganze Reihe solcher Stellen. Beide Reviere sind in der kälteren Jahreszeit extrem gut! Dorsche und Plattfische hingegen finden Sie jeweils auf der anderen Seite der Inseln, also auf den Ostseiten zum offenen Wasser hin.


Ab Mitte/Ende März beginnt dann die Top-Saison für Meerforellen, die bis Ende Mai/Anfang Juni reicht. In dieser Zeit sind die Meerforellen sehr beißfreudig und es besteht auf den dänischen Inseln praktisch den ganzen Tag lang eine sehr hohe Chance, Meerforellen zu fangen! Außerdem kommen Ende Mai die ersten Hornhechte dazu, die Fischerei auf diese schlanken Raubfische erlebt im Mai ihren Höhepunkt.

Sobald die Wassertemperatur die 17 Grad-Marke überschreitet, verlegen die Fische ihre Aktivitätszeit in die dunklen, kühleren Stunden des Tages. Im Sommer werden Sie Meerforellen, Plattfische und Dorsche daher meist während der Nachtstunden und am frühen Morgen fangen, denn in dieser Zeit ist das Wasser an der Küste am kühlsten.

Tipp: Fischen Sie im Hochsommer an der offenen Küste und suchen Sie Stellen mit Strömung, Steinen und Blasentang. Die Nordspitze von Samö, der Als-Sund, die Ostküste Langelands sowie Bornholm sind dann „heiß“ für eine blanke, dicke Sommerforelle, auch auch Dorsch und Plattfisch!

Checkliste Spinnfischen
  • 3 bis 3,30 m lange Spinnrute, Wurfgewicht 20 bis 40 Gramm, vom Boot 30 bis 60 Gramm.
  • Rolle: 3000 oder 4000er Größe.
  • Schnur: 0,28er Monofil oder 0,14er Geflochtene.
  • Wirbel: Sövik-Wirbel („Norwegenwirbel“).
  • Köder: Blinker, Küstenwobbler (20 bis 28 Gramm).
  • Farben: Rot, Orange, Gelb, gerne mit Schwarz als Kontrast. Nachts fangen schwarze Köder, wenn Dorsche Sandaale jagen, ist die Kombination Grün/Silber perfekt.
  • Weitere Ausrüstung:
    Wathose, Watjacke, Polbrille, Cap, Watkescher.
Checkliste Fliegenfischen
  • Fliegenrute: Klasse 7 oder 8, Länge 9 ft (270 cm) plus Rolle.
  • Schnur: Schwimmschnur (Schusskopf oder Long Belly sind gut).
  • Vorfach: 3 Meter oder länger. Ideal ist Fluorocarbon oder eine Intermediate-Spitze (Polyleader).
  • Fliegen: Garnelen-Muster (z.B. „Good Year Shrimp“), Hot Magnus, in Sommernächten „MW Gurgler 3.0“.
  • Weitere Ausrüstung:
    Wathose, Watjacke, Polbrille, Cap, Schnurkorb, Watkescher.
Checkliste Sbirolino-Fischen
  • Rute: 3,30 bis 3,90 m lang, Wurfgewicht 15 bis 50 Gramm.
  • Rolle: 3000 oder 4000er Größe, mit niedriger Übersetzung.
  • Sbirolinos: 10 bis 30 Gramm, langsam sinkend.
  • Langes Vorfach (mind. 3 m) in der Stärke 0,28 mm.
  • Weiteres: Weiche Stopperperlen, Sövik-Wirbel („Norwegenwirbel“). Fliegen: siehe Fliegenfischen.
  • Weitere Ausrüstung:
    Wathose, Watjacke, Polbrille, Cap, Watkescher.
Checkliste Grundangeln
  • Rute: beliebige Rute (Länge 2,40 bis 4 m) reicht aus.
  • Rolle: Größe beliebig, mit 0,30 bis 0,35er Monofil.
  • Grundbleie: 30 bis 50 Gramm.
  • Haken: Butthaken, Größe 1 bis 2/0.
    Tipp: fertige Butt-Paternoster (mit zwei Haken) sind in vielen Angelshops erhältlich.
  • Köder: Watt- oder Seeringelwurm, Tauwurm, Fischstücke.
  • Weitere Ausrüstung:
    Lösezange, Messer, Eimer, ggf. Rutenhalter, Lockperlen.
Checkliste Brandungsangeln
  • Rute: Lange Grundruten (um 4 m), Wurfgewicht 100 bis 150 Gramm.
  • Rollen: 5.000er (oder größer) mit 0,35er Hauptschnur und 0,45 bis 0,55 Schlagschnur.
  • Grundbleie: 80 bis 150 Gramm.
  • Haken: Brandungssysteme mit Lockperlen (orange oder gelb) und zwei Haken, einer oberhalb, einer unterhalb des Bleis. Hakengröße 1 bis 2/0.
  • Köder: Watt- oder Seeringelwurm, Taumwurm.
  • Weitere Ausrüstung:
    solider Rutenhalter (Dreibein), Lösezange, Messer, Eimer, Ersatzvorfächer.