Hornhecht – Das "Mailight" des Jahres

Mitte bis Ende April treffen die ersten Hornhechte an den Küsten der dänischen Inseln ein. Von Tag zu Tag werden es mehr und sobald der Raps in voller Blüte steht, meist Mitte Mai, kommen die schlanken, flinken Fische dicht an die Küsten, um über den Aalgraswiesen zu laichen.

Gute Stellen im Mai sind flache Bereiche mit Seegraswiesen, die von Sandflächen durchbrochen sind.

Hornhechte ernähren sich von kleinen Fischen (vor allem von Sandaalen und jungen Heringen) und freischwimmenden Krebstieren, die sie mit ihren stark bezahnten, schnabelartigen Mäulern packen. Als Spinnfischer verzweifelt man oft an den Hornhechten, denn häufig findet der Haken im schlanken, harten Schnabel des Hornhechtes keinen Halt. Viele Angler verwenden daher Naturköder oder die Fliegenrute, um die meist 60 bis 80 Zentimeter langen Fische zu fangen.

Spinnfischer behelfen sich und knoten am Ende des Blinkers ein etwa 10 cm langes Stück Monofilschnur (0,25 bis 0,30 mm stark) an, an dem sie den kleinen Drillingshaken befestigen. Schnappt der Hornhecht nach dem Blinker, dies geschieht meist in einer Drehbewegung, stehen die Chancen gut, dass der kleine Drilling im Maul Halt findet. Oder Sie verwenden „Silkekrogen“, einen Strang aus feinen Fäden, der sich in den Zähnchen der Hornhechte verfängt.

Naturköder-Angler fischen entweder klassisch mit einer Pose (10 Gramm Tragkraft) und einem ca. 70 cm langen Vorfach mit einem 8er Haken, den sie mit einem dünnen Streifen Hering oder Plattfisch (weiße Unterseite) beködern. Einige Angler schwören auch auf fetten Speck, den sie in feine Streifen schneiden – und dies ist auch ein guter Tipp, wenn andere Naturköder nicht zur Hand sind. Fetten Speck bekommt man in jedem Supermarkt…

Eine Variante des Naturköderangelns ist das Fischen mit dem Sbirolino, bei dem der Naturköder nach dem Wurf langsam eingeholt wird. Die Kombination aus Naturköder und Bewegung ist oft die beste Methode, um Hornhechte zu fangen!

Sehr unterhaltsam und erfolgreich ist das Fliegenfischen auf Hornhecht! Auch als Einsteiger in Sachen Fliegenfischen werden Sie garantiert Ihre Hornhechte fangen! Wenn Sie im Mai eine der dänischen Inseln besuchen, packen Sie einfach Ihre Fliegenrute, mit der Sie daheim auf Forellen oder Äschen fischen, ein. Verwenden Sie eine kleine Nymphe, einen bunten Flohkrebs oder auch eine kleine, graue und unbeschwerte Garnelen-Imitation (z.B. Mr. Gray) und holen Sie diese mit kleinen, zügigen Zupfern ein.

Fisch am Haken

Hinweis: Hornhechte sind lecker! Lassen Sie sich nicht von den grünen Gräten dieses Fisches irritieren, die sind ungiftig – erleichtern aber die Suche beim Essen.

Tipp: Beobachten Sie das Wasser! Wenn Hornhechte am Platz sind, sieht man sie oft an der Oberfläche jagen oder man sieht etwa 1 bis 2 Quadratmeter große Flächen mit „quirligem Wasser“ – das sind Hornhechte, direkt unter der Oberfläche!

Checkliste Spinnfischen/Sbirolino/Pose

 

  • 3 bis 3,30 m lange Spinnrute, Wurfgewicht 20 bis 40 Gramm.
  • Rolle: 3000 Größe.
  • Schnur: 0,20er bis 0,25 Monofil.
  • Spinnköder: schlanke Blinker, kleine Küstenwobbler (10 bis 20 Gramm). Haken mit Monofil „verlängern“ oder Silkekroken verwenden.
  • Naturköder: leichte Sbirolinos (15 Gramm) oder Pose (10 Gramm) mit 8er Haken und Fischstückchen oder fettem Speck.

 

Checkliste Fliegenfischen

 

  • Fliegenrute der Klasse 5 oder 6 und eine einfache Rolle reichen aus.
  • Schnur: Schwimmschnur (WF5F oder WF6F).
  • Vorfach: 270 cm mit dünner Spitze (0,18 bis 0,25).
  • Fliegen: Nymphen oder Flohkrebse (Hakengröße 10 oder 12), „Mr. Gray“ (Hakengröße 8), wenn mit Meerforellen zu rechnen ist.